Reporterprojekt

In diesem Jahr stand alles unter dem Einfluss der weltweiten Coronapandemie die nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder vor große Herausforderungen gestellt hat.

Aus diesem Grund war es den Schulsozialarbeitern der Friedensschule wichtig, die Sicht der Kinder in den Vordergrund zu rücken. Hierzu wurden von uns, der Schulsozialarbeit, zwei unterschiedliche Projekte durchgeführt. Zum einen fand in jeder einzelnen Klasse eine Aufarbeitung im Rahmen einer Sozialkundestunde statt. Zum anderen wurde ein Reporterprojekt initiiert.

In der Sozialkundestunde wurde in spielerischer Form die Zeit der Schulschließung während der Coronapandemie reflektiert mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse der Kinder. Neben vielen Einschränkungen und Belastungen nannten die Kinder auch einige Dinge, die darauf hindeuten, dass sie diese Zeit nicht ausschließlich negativ erlebt haben. So hatten beispielsweise viele mehr Zeit mit ihrer Familie. Eine Auswahl der Aussagen finden sie auf den Fotos der Stellwände.

Bei unserer zweiten Aktion, dem Reporter Projekt war uns wichtig Kinderarmut und Corona zu thematisieren. Es ging u. a. darum die Sicht der Kinder zum Thema Armut zu beleuchten: wie definieren sie Armut, wo erleben sie sich als arm, welche Bedürfnisse wurden während der Zeit der Schulschließungen erfüllt und welche nicht?

Das Reporter Projekt wurde in Form einer AG durchgeführt.

Die Kinder haben zusammen mit den Schulsozialarbeitern einen Fragenkatalog ausgearbeitet, mit dem die Kinder dann von Ihnen ausgewählte Interviewpartner aus dem Freundes-, Lehrerkreis oder der Familie interviewten. Die Interviews wurden mit Hilfe der Schulsozialarbeiter ausgewertet, und die für die Kinder wichtigen Aussagen auf Sprechblasen übertragen. Desweiteren musste die Ausstellung der Projekte von den Kindern organisiert werden. Es galt Scherenschnitte der eigenen Köpfe/ Körper anzufertigen und die eigenen Stellwände zu gestalten.

Wie schon erwähnt ging es bei dem Projekt vor allem darum, dass die Kinder zu Wort kommen, dass sie gehört werden als Experten ihrer Situation und ihre Rechte beachtet werden. Aber es ging auch darum darzustellen, dass Kinder oftmals eine andere Wahrnehmung haben als die Erwachsenen und es für die Zukunft wichtig ist, den Kindern noch mehr zuzuhören und nachzufragen wie es ihnen geht, was ihnen wichtig ist und was sie sich wünschen.